Wenn man Gunpowder Tee hört, denkt man sofort an die wörtliche Übersetzung des englischen Begriffes und hat Pistolen und Schießpulver vor dem inneren Auge. Womöglich eine Schießerei obendrein.Wenn wir hier jedoch von Gunpowder reden, dann meinen wir den speziellen Grüntee, der zu kleinen Bällchen gerollt wurde und etwa die Form einer Schrotkugel besitzt. Die korrekte Übersetzung aus dem Chinesischen lautet Perlentee.
Es handelt sich hierbei um einen sehr intensiven und feinherb schmeckenden Grüntee mit relativ hohem Koffeingehalt. Das Koffein macht ihn besonders belebend und zum idealen Tee, um morgens energievoll in den Tag zu starten.
In der Maghrebinischen Teekultur ist der Gunpowder unerläßlich.

Woher kommt der Gunpowder Tee?

Die Herstellung von Gunpowder kann bis auf die Tang Dynastie (618 bis 907) in China zurückgeführt werden. Früher wurden die Blätter noch per Hand gerollt. Heute geschieht das aus Kostengründen nur noch maschinell.

Angebaut wird Gunpowder größtenteils in Taiwan und Sri Lanka. Die qualitativ hochwertigste Sorte stammt jedoch nach wie vor noch aus China.
Vor allem aus der Stadt Pingshui, die sich im Südosten Chinas in der Provinz Zhejiang befindet kommt ein traditionsreicher Tee.
In dieser Gegend findet der empfindliche Tee ideale Wachstumsbedingungen vor:  Der Boden in der Provinz Zhejiang ist sehr fruchtbar. Dies rührt nicht zuletzt von den sehr guten Witterungsbedingungen her, die sich positiv auf das Wachstum der Teepflanzen auswirkt. Der Schatten der Berge, die häufig im Nebel verschwinden hält die Feuchtigkeit im Boden und spendet Schatten, wenn die Temperaturen zu hoch steigen.
Das erste Teebuch der Welt, das Chajing erläuterte bereits 780 nach Christus nicht nur die Geschichte des Tees und dessen Verwendung, sondern hebt auch die Qualitäten der Region Zhejiang als Teeanbaugebiet hervor.

Gunpowder Tee: lose

Der Pingshui-Gunpowder ist die Ursprungssorte und am meisten verbreitet. In Asialäden in Deutschland wird er oft als Temple of Heaven verkauft. Hierbei muss man aber auf die Qualität achten, die bei dieser Importware nicht immer gegeben ist.

In Taiwan wird der Formosa Gunpowder angebaut. Das Aroma unterscheidet sich deutlich von dem des Tees aus Pingshui. Er ist wesentlich milder im Geschmack. Hergestellt wird er ausschließlich in Taiwan. Produziert wird in der taiwanesischen Stadt Keelung. Meistens sind Formosa Gunpowders frische oder geröstete Oolongs.

 

Ceylon Gunpowder ist die in Sri Lanka hergestellte Gunpowder-Variante, die üblicher Weise ab einer Höhe vom 1800 Metern angebaut wird.

Herstellung des Gunpowder Tee

Gunpowder wird anders als japanischer Grüntee kurz geröstet, um eine Fermentation zu unterbinden. So bleiben fast alle wichtigen, im Tee enthaltenen Stoffe in den Teeblättern. Danach wird er gerollt und durchläuft mindestens der Trocknungsphasen. Dabei entsteht dann die kleine, kugelige Form.
Die Kugeln glänzen stark, wenn der Tee frisch ist. Die ist gleichzeitig ein Qualitätsmerkmal, auf das der Teekäufer achten sollte.

Zubereitung und Ziehzeit von Gunpowder Tee

Die richtige Zubereitung ist besonders wichtig, wenn man den Gunpowder in seinem vollen Aroma genießen möchte. Gunpowder Tee sollte mit 80°C heißem Wasser aufgegossen werden, sonst werden Nährstoffe zerstört und der Tee schmeckt außerdem bitter. Ist das Wasser jedoch kälter, kann der Gunpowder sein Aroma nicht richtig entfalten. In der Regel sind 12 Gramm Gunpowder für einen Liter Tee ausreichend. Die Ziehzeit dieses Tees sollte kurzgehalten werden und zwei Minuten nicht übersteigen.
Aber auch bei der Zubereitung des Gunpowders gilt: Ihr persönlicher Geschmack bestimmt die Zubereitungsart. Experimentieren sie ruhig etwas mit Wassertemperatur und finden sie die Zubereitung, die ihren Geschmack am besten trifft.

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Quelle
https://de.wikipedia.org/wiki/Gunpowder-Tee [17.03.2017]
https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Teekultur [17.03.2017]
https://de.wikipedia.org/wiki/Chajing [17.03.2017]

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