Teezucker, sog. Kandis, wird aus Rübenzucker produziert. Dieser hoch subventionierte Rohstoff ist geschmacklich "industrieller" als der gleichweg teurere, aber auch wohlschmeckende Rohrzucker.
Simpler weißer Zucker - in jedem Supermarkt zu Spottpreisen erhältlich - ähnelt dem Kandnis geschmacklich sehr. Teekandis wird allerdings höher verdichtet und gibt seine Süße sehr viel langsamer ab. Es gibt ihn als kleine rechteckige "Kluntinchen", in mittlerer Größe bis zu den, in Ostfriesland sehr beliebten, großen "Kluntjes". Die beiden letzteren geben ihre Süße erst ganz langsam ab und lösen sich oft erst nach der zweiten oder dritten Tasse Tee komplett.
Weißer Kandis eignet sich exzellent für dunkle Tees und, in geringer Dosierung, wertet er auch einen kostspieligen Assam etwas auf. Brauner Kandis wird in der Produktion noch karamellisiert und erhält so seine typische Farbe. Er eignet sich eher für aromatisierte Tees und auch hier gilt: Weniger ist mehr und betont das entsprechend zugesetzte Teearoma.
Zum Verschenken gibt es auch noch Kandissticks. Die auf Holzstäbchen "aufgeklebte" Kandisstücke können hier für eine kleine Süße sorgen, wenn sie nur kurz eingerührt werden und man anschließend den Stick auf einem Teller ablegt. Die noch feuchten Kristalle trocknen wieder und warten auf die nächste Teesession.









