"Da saß ich nun im Haus des größten japanischen Vertreters des Modernismus und nippte meinen Tee aus einem völlig unvollkommenen Gegenstand ohne euklidische Geometrie (das heißt ohne zylinder-, kugel- oder würfelförmige Elemente), dem alle äußeren Eigenschaften einer Schale zu fehlen schienen. Offenkundig war sie ganz und gar unvollkommen: Sie besaß nicht die glatten, weißen Oberflächen voller Einfachheit, wie man sie heute in der Geschirrabteilung jeder IKEA-Filiale findet.Aber genau aus diesem Grund schienen uns Tanakas übrige Tee-Utensilien von vollkommener Perfektion zu sein."
Quelle: John Maeda, Simplicity, 2007, S.49
John Maeda: Simplicity. Die zehn Gesetze der Einfachheit.
Gebunden – 108 Seiten – Spektrum Akademischer Verlag – 2007
ISBN-10: 3827418690 – ISBN-13: 978-3827418692 – 16 Euro
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