Bei unserer Umfrage auf Facebook, welche Themen wir als nächstes in die Blogplanung einbeziehen sollen, wünschten sich die Leser auch einen „Blick hinter die Kulissen“. Sowohl hinter die Kulissen unseres Teegeschäfts, als auch der Teeplantagen, von denen wir unseren Tee beziehen. Das können wir gerne machen und starten heute mit einem Tag aus unserem Alltag im und um unser Teegeschäft Evas Teeplantage herum. Voila, ich stelle die Protagonisten vor:

  • Alexander alias Der Teemann, Inhaber von Evas Teeplantage und Mann für alle Fälle
  • Julia alias Die Teefrau, Die Frau für alle Fragen des Marketings und Beauftragte für Technik und Dekoration des Ladens
  • Bübchen und Bubi (der Teefamiliens Kinder, 1 + 3 Jahre alt)
  • Kristina alias Die Schwester, gute Seele und fleißige Aushilfe im Verkauf

Möge der Tag im Teegeschäft beginnen

04:45 Uhr: Bübchen schreit und die Teefrau hat leider Fütterdienst. Ich stehe also auf, mache ihm die Flasche, er schläft sofort wieder ein und ich lege mich zurück ins Bett.
05:10 Uhr: Ich sehe ein, dass mein Kopf sowieso schon wieder damit beschäftigt ist, die vielen Aufgaben zu jonglieren, die mich heute erwarten, und stehe auf. Anstatt mich im Bett hin und her zu wälzen, kann ich auch den nächsten Blogartikel vorbereiten. Erstmal eine Kanne Japanischen Grüntee machen.
Ohne Sencha geht nichts um 05:20 Uhr05:20 Uhr: Laptop im Wohnzimmer hochgefahren, die Teefamilie schlummert weiter selig, ich beginne zu schreiben.
05:30 Uhr: Mir fällt ein, dass heute früh der aktuelle Newsletter  herausgegangen sein muss, den ich ein paar Tage zuvor erstellt habe. Ich kontrolliere kurz, ob alles geklappt hat und bin (bis auf einen nervigen Outlook-Darstellungsfehler) ganz zufrieden. Mal sehen, wie er den Lesern gefällt.

06:16 Uhr: Ich ignoriere seit zehn Minuten, dass Bübchen wach ist und fröhlich in seinem Bett herumgluckst. Die Bilder zu meinem neuen Blogpost müssen noch schnell fertig bearbeitet werden. Das ganze Drumherum ums Bloggen ist aufwendiger, als man denkt. Ich erstelle Titelbilder in speziellen Formaten (je nach Social Media Kanal, in dem ich den Blogpost poste), bin aktiv in diversen Gruppen auf Facebook und Xing und teile die neusten Artikel dort, wo es sinnvoll ist.

06:21 Uhr: Nun gut, jetzt zum Bübchen: Waschen, anziehen, Frühstück machen und hoffen, dass Bubi noch eine Weile schläft, dann ist er später besser gelaunt.Frühstück

07:00: Wir wecken den Teemann und Bubi und frühstücken auf die Schnelle. Dann muss ich los in den Laden und der Teemann kümmert sich weiter um die Kinder und bringt Bubi in den Kindergarten.

07:45 Uhr: Ich radle in den Laden und fotografiere auf den Weg dorthin noch eine schöne Schaufensterdekoration beim Optiker um die Ecke – vielleicht können wir Teile davon auch für uns als Inspiration nutzen.

Was im Moment wirklich praktisch ist, sind die zehn Minuten Radweg, die der Teemann von zuhause zum Laden benötigt. So ist er schnell wieder zuhause bei seiner Familie. Der Nachteil: Teemann sagt, er wird ganz unsportlich von zu wenig Radlkilometern zwischen dem Laden und zuhause. Vielleicht müssen wir da also doch mal was ändern.

Im Laden angekommen, versuche ich den neuen Etikettendrucker mit der dazu gehörigen Software zum Laufen zu bringen. Zum wiederholten Male, da beim ersten Versuch die Rollenetiketten zu dick aufgerollt vom Drucker kamen. Nach einer dreiviertel Stunde stelle ich fest – es müsste funktionieren, tut es aber nicht. Nur noch eine Kleinigkeit fehlt, um den Druckauftrag zum Drucker weiterzuleiten. Ich mache für Montagnachmittag eine Telefonkonferenz mit dem Druckerfachmann aus, heute ist er leider nicht im Haus. Etwas frustriert fange ich an, die Theke des Teemanns umzustrukturieren. Ich finde, da gehört mehr Ordnung rein, und sortiere Teefilter, Nachfüllpackungen, Kassenrollen etc. in schöne Kistchen.

09:30 Uhr: Der Teemann kommt mit Bübchen in den Laden. Zum Glück hat er Butterbrezen vom weltbesten Brezenbäcker Kolb mitgebracht. Kurze Pause und dann geht’s weiter mit dem Rad nach Hause. Ich hoffe, Bübchen schläft auf dem Weg im Fahrradanhänger ein, damit ich arbeiten kann. Arbeiten am Computer mit wachen Kindern funktioniert irgendwie nicht. Zumindest nicht in dem Alter. Ich sollte langsam aufhören, deshalb frustriert zu sein. 🙂

Teefamilie-im-Laden

10:15 Uhr: Zuhause angekommen, Bübchen schläft nicht. Erstmal also Hausarbeit statt Teemarketing. Da der junge Mann nicht schläft, dagegen aber ein großer Fleischesser ist, beschließe ich, Chili con Carne zu kochen. Bübchen verteilt derweil Zwiebel- und Knoblauchschalen über den Küchenboden, die er zuvor fein säuberlich ab gefummelt hat.

11:45 Uhr: Das Chili ist fertig und schmeckt lecker. Zumindest mir, denn Bübchen brüllt wie am Spieß (nein, es ist nicht scharf) und weigert sich, zu essen. Nach einer Flasche Milch schläft er sofort ein. Ich lasse die Küche Küche sein und setze mich an den Schreibtisch. (Nun gut, das Schalenchaos auf dem Boden habe ich schon weggefegt.)Kuechenchaos

12:10 Uhr: Ich bereite Fragen für das nächste Interview (Auf eine Tasse Tee mit …) für den Blog vor, beantworte E-Mails und aktualisiere den Redaktionsplan mit neuen Artikelideen.

14:10 Uhr: Langsam muss ich Bübchen wecken, denn Bubi muss bis spätestens 15:00 Uhr im Kindergarten abgeholt werden. Also noch schnell die Küche sauber machen und los.

15:00-18:00 Uhr: Mit Bubi und Bübchen allein zuhause. Ich hab ein Tief und mach mir erstmal einen Instant Chai. Was der Teemann bestimmt nicht gut heißen würde, aber zusammen mit Schokokeksen ist das unschlagbar gegen das Nachmittagsloch, finde ich.

Instant-Chai

Bubi hat keinen Mittagsschlaf gemacht und ist extrem schlecht drauf. Ich kann ihn gerade noch zum gemeinsamen Feuerwehrpuzzle machen motivieren. Außerdem basteln wir Busy Bags. Kleine Tüten mit Mini-Spielen für unterwegs, damit nicht immer das iPhone von Mama herhalten muss. An Nebenbei-Arbeiten ist nicht zu denken. Die Stunden vergehen mit vielen Tränen, denn auch der Kleine ist irgendwie grantig. Schön, dass es bald Abendessen gibt.
18:00 Uhr: Der Teemann hat den Laden ausnahmsweise ein bisschen früher zugemacht, denn es sind Eishockey-Playoffs – die letzten entscheidenden Spiele vor dem Saisonfinale. Wir essen zusammen zu Abend und um 18:25 Uhr ist er wieder weg – auf dem Rad unterwegs zum Spiel.

18:30 Uhr: Ich beseitige das Chaos in der Küche und unter dem Esstisch, die Buben ärgern sich gegenseitig und bringen sich abwechselnd zum Heulen. Ich versuche, die Nerven zu bewahren. Gelingt mir nicht.

19:15 Uhr: Ich mache die beiden fertig fürs Bett. War klar, dass der Kleine nicht einschlafen kann, gerade wenn Papa nicht da ist.

Wenn die Kinder schlafen, kann die Teefrau ganz alleine ihr Eis genießen. Juhu!

Wenn die Kinder schlafen, kann die Teefrau ganz alleine ihr Eis genießen. Juhu!

19:55 Uhr: Ich hab’s geschafft. Beide schlafen. Ich setze mich an den Rechner. Todmüde, aber ein paar E-Mails müssen noch geschrieben werden. Der Teemann hatte nachmittags geskypt, die Tee-Gutschein-Postkarten sind alle. Also muss ich herauskriegen, bei welcher Druckerei wir die vor zwei Jahren produziert haben. Kurz ein Briefing mit Änderungswünschen an den Grafiker geschickt. Dann noch kurz beim Newsletter-Provider gecheckt, wie die Öffnungs- und Klickzahlen des Newsletters von heute Morgen waren. Kurz rüber auf Facebook, aber mir fehlt die Lust zum langen Surfen.

20:27 Uhr: Das war’s. Heute keine Abendschicht. Jetzt kommt nur noch Netflix: Stella oder Das Atelier schauen.

So, das wars. Kommende Woche gibt es Insiderinformationen vom Teemann – dann weiß jeder, was er so den ganzen Tag im Teegeschäft treibt. Ich bin schon gespannt! 🙂