Eine französische Studie zur Wirkung von Grüntee ergab, dass einer der darin enthaltenen Stoffe dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen kann. Die Ergebnisse dazu wurden gerade im Wissenschaftsjournal  The Lancet Neurology veröffentlicht.

Die Studie unter der Leitung der Professorin Mara Diersson soll beweisen, dass der in Grüntee enthaltene Wirkstoff Epigallocatechingallat das Zusammenspiel der Neuronen im Gehirn verbessert.

Hilfe für Menschen mit Down Syndrom oder Demenz

Der einjährige klinische Test wies nach, dass die Patienten nach Einnahme des Wirkstoffes deutlich verbessertes Wahrnehmungs- und Erinnerungsvermögen besaßen beschreiben die Wissenschaftler ihre Beobachtungen: «Erstmalig hat hier eine Behandlung bei den kognitiven Fähigkeiten von Menschen mit diesem Syndrom Wirkung gezeigt.» Unabhängige Fachleute bewerten diese Ergebnisse als vielversprechend.

Wirkungsweise: Verbesserung der Erinnerungsleistung

Der Wirkstoff Epigallocatechingallat, der in Grüntee enthalten ist soll dafür verantwortlich sein, dass die Neuronen im Gehirn besser zusammenspielen.

Für den Test wurden 84 junge Erwachsene mit Down Syndrom zur Teilnahme ausgewählt. Die eine Hälfte der Probanden wurde mit dem Wirkstoff behandelt, die andere erhielt ein Präparat ohne den Stoff.

Nach einem Jahr konnte bei der ersten Gruppe eine deutlich bessere Leistung beim Erinnern von Worten und Mustern und bei der Fähigkeit, das Verhalten der Umgebung anzupassen festgestellt. Je länger die Einnahme des Präparates andauerte, desto bessere Leistungen konnten verzeichnet werden. Die positiven Wirkungen waren auch noch ein halbes Jahr nach Ende des Tests zu verzeichnen.

Verbesserung der Lebensqualität, aber keine Wunderheilung

Aller Euphorie zum Trotz betonte die Hauptautorin der Studie, Mara Diersson, betonte, dass das Präparat ein Instrument sei, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern, aber es sei ein Fehler durch die Studie auf eine Heilung der Symptome zu hoffen.

Vom Down Syndrom – auch bekannt unter dem Namen Trisomie 21 – ist laut WHO etwa jeder tausendste Mensch betroffen. Hierbei handelt sich um einen Gendefekt, der mehr oder weniger ausgeprägt Gesundheitsprobleme verursacht. Unter anderem sind die kognitiven Fähigkeiten der Patienten deutlich eingeschränkt.Merken