Milky Oolong – eine Erfindung aus den Achtzigern

27. April 2017

Milky Oolong Tee

Trinken Sie Ihren Tee auch am liebsten mit Milch? Dann sind Sie damit nicht alleine. Viele Teeliebhaber fügen ihrem Tee ein paar Tropfen Milch hinzu. Das mildert den Geschmack und rundet ihn ab.
Findige chinesische Teebauern kamen daher in den Achtzigern darauf ihrem Tee bereits bei der Produktion diese feine, unaufdringliche Milchnote zu verleihen.

Woher kommt der Milky Oolong?

Erfunden wurde das Herstellungsverfahren des Milky Oolongs in der chinesischen Provinz Fujian, wo generell Oolongs von ausgezeichneter Qualität produziert werden. Diese Region bietet die perfekten Anbaubedingungen für Teepflanzen: kühles und feuchtes Klima liefern zusammen mit stark mineralienhaltigen Böden beste Bedingungen für das Wachstum feinsten Tees. Hinzu kommen Teeproduzenten, die mit ihrem Fachwissen, ihrer Erfahrung und Mut zur Kreativität immer wieder Spitzentees und ausgefallene Ideen vereinen.

Auch in einigen Teeanbaugebieten Taiwans werden hochwertige Oolongs zu Milky Oolongs weiterverarbeitet.

Wie wird Milky Oolong hergestellt?

Der echte Milky Oolong fermentiert wie jeder normale Oolong Tee etwa zur Hälfte. Die Aromen liegen zwischen denen von Grüntee und Schwarztee. Die gewählte Teepflanze besitzt von sich aus bereits ein milchiges Aroma und einen leicht cremigen Geschmack. Nach der Fermentation durchlaufen die Teeblätter ein speziell entwickeltes Verfahren: Bevor die Blätter gerollt werden, werden sie über dem Dampf kochender Milch erhitzt. Die hohen Temperaturen bewirken, dass sich die Poren der Teeblätter erweitern. Durch die geöffneten Poren nimmt der Tee das Aroma und einen Teil der Laktose (Milchzucker) auf und schließt es beim späteren Herunterkühlen und Rollen ein. Diese eingeschlossenen Milcharomen verstärken den milchig-cremigen Geschmack des Oolong Tees.

Woran erkenne ich einen hochwertigen Milky Oolong?

  • Dem originalen Milky Oolong werden keine künstlichen Aromastoffe zugesetzt (warum es den in Deutschland nicht zu kaufen gibt lesen sie im nächsten Abschnitt).
  • Der Duft der Teeblätter ist intensiv, aber nicht extrem süßlich-karamellig
  • Auch nach dem zweiten oder dritten Aufguss hat der Tee noch Aroma

Warum wir keinen Milky Oolong anbieten

Wir verstehen den Hype um den milchigen Tee mit feiner Karamellnote. In Deutschland herrschen jedoch sehr strenge Lebensmittelgesetze und Hygieneverordnungen. Die Milchbestandteile ändern sich bei Lagerung in einer Weise, die bei Genuss des Tees gesundheitsgefährdend sein kann. Deshalb ist es nicht gestattet, den originalen Milky Oolong zu importieren und zu verkaufen. Wird also hier ein Milky Oolong legal angeboten, dann handelt es sich nie um den originalen, über Milchdampf erhitzten Oolong Tee. Dem Tee sind stattdessen natürliche oder der Natur nachempfundene Aromastoffe zugesetzt, die versuchen das Herstellungsverfahren künstlich zu imitieren.
Weil wir von Evas Teeplantage aber keine Imitate verkaufen wollen, bieten wir diese Sorte nicht an. Aber wir können Ihnen zum Beispiel unseren Oolong Ben Shan anbieten. Dieser Traditionsreiche Tee, der erstmals 1870 von einem Teemeister namens Yuan Xing hergestellt wurde schmeckt auch sehr vorzüglich mit ein paar Tropfen Milch.

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Geschrieben von um 6:17 | Noch keine Kommentare


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