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Eine der traditionsreichsten Methoden der Teezubereitung, vor allem in Russland und der Türkei, ist der Samowar. Das Wort selbst stammt aus dem Russischen und bedeutet soviel wie „Selbstkocher“. Erwähnt wird dieses, oft sehr kunstvoll verzierte, Gerät zum ersten Mal im frühen 18. Jahrhundert. Es ist sehr verbreitet im zentralasiatischen Raum, dem Iran und wie bereits erwähnt der Türkei und Russland.
Die frühen Versionen eines Samowars waren ein Statussymbol und sind, auch vom Wert, mit einem Auto durchaus vergleichbar. Nicht selten waren sie aus Silber gefertigt und damit nur für sehr wohlhabende Familien finanzierbar. Als im späten 19. Jahrhundert. die Massenfertigung einsetzte, verbreitete sich der Samowar auch in der Mittel- und Unterklasse.

Der Samowar selber besteht aus einem runden Kessel mit einem Ablasshahn. In den traditionellen Samowaren befand sich eine dünne Röhre, in die Holzkohle oder Petroleum gegeben wurde, um das Wasser, das den Rest des „Selbstkochers“ ausfüllte, aufzuheizen. Auf dem Samowar befindet sich seit jeher eine kleine Kanne mit dem Teekonzentrat. Dieses wird ganz herkömmlich, wie jeder andere schwarze Tee auch, zubereitet was die Ziehzeit angeht. Nur die Menge ist wesentlich höher, davon wird dann etwas in die Teetassen gegeben und der Rest mit dem heißen Wasser des Samowars aufgefüllt. Der Vorteil ist, dass man über einen langen Zeitraum immer Tee fertig hat ohne neuen kochen zu müssen.

Heute werden Samoware elektrisch betrieben und ein Thermosthat gewährleistet eine konstant hohe Temperatur und schont den Geldbeutel durch seine Abschaltfunktion.

WICHTIG: Grüner Tee kann im Samowar nicht zubereitet werden, da die zu hohe Temperatur dem Tee schadet.
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