Tee erfreut sich im Allgemeinen immer größer werdender Beliebtheit. Nicht nur als Genussmittel. Gerade in den Industriestaaten, deren Bevölkerung unter verschiedensten Zivilisationskrankheiten leidet, boomen gesundheitsfördernde Tees. Durch die extrem gestiegene Nachfrage ist der Teeanbau zu einer Teeindustrie angewachsen.
Es geht vielerorts darum, möglichst schnell möglichst viel Ware auf den Markt zu bringen. Und dies gelingt nur, indem die Risiken für einen Ernteausfall möglichst gering gehalten werden und das Wachstum der Teepflanzen forciert wird: Durch den Einsatz von chemischem Dünger und Pflanzen- und Insektenschutzmittel.

Rückstände von Pestiziden im Tee

Seit Jahren werden in der EU Rückstandskontrollen bei Tee durchgeführt und immer dabei immer wieder erschreckende Grenzwertüberschreitungen festgestellt. Von welcher Teeplantage genau der kontaminierte Tee herkommt, lässt sich oft kaum feststellen, da viele Tees als Mischung in den Regalen der Geschäfte landen.

Die andere Schwierigkeit besteht darin, dass es über 1000 unterschiedliche Arten von Pestiziden auf dem Markt gibt, wie z.B. das umstrittene Glyphosat und Labortest nicht nur teuer sind, sondern die Suche nach Rückständen aufgrund ihrer Vielfalt aufwändig ist.

Der aktuelle Schwarzteetest der Zeitschrift Ökotest brachte zutage, dass viele der untersuchten Tees übermäßig mit problematischen Stoffen belastet sind. Das Problematische an Pestiziden ist, dass sie krebserregend sind

Worauf sollte der Verbraucher achten?

Es besteht ein großer Unterschied, ob Lebensmittel vollständig verzehrt werden (wie es bei Obst und Gemüse der Fall ist), oder ob es nur auszugsweise konsumiert wird. Trotz hoher Belastung mancher Teeblätter muss man wissen, dass sich nur etwa zehn Prozent der Schadstoffe aus den Blättern in das fertig aufgegossene Getränk übergeht. Dadurch, dass überall in der Landwirtschaft Pestizide eingesetzt werden, sind auch die meisten anderen Lebensmittel, die man zu sich nimmt mindestens leicht mit Pestiziden belastet.

Die größtmögliche Sicherheit beim Teekauf hat der Verbraucher, wenn er im Teegeschäft seines Vertrauens einkauft:

  • Der fachkundige Teefachhändler hat nicht nur ein breites Wissen in Bezug auf Teesorten und deren Herkunft. Er sucht seinen Tee gewissenhaft aus und arbeitet im besten Fall seit Jahren mit den gleichen Lieferanten seines Vertrauens zusammen, die Wert auf einen nachhaltigen Teeanbau legen. Dies bedeutet, dass wenig oder keine künstlichen Düngemittel eingesetzt werden und auf Pflanzen- und Insektenschutzmittel aus dem Labor verzichtet wird. Eine Teepflanze bringt nur dann Qualität hervor, wenn sie nicht durch übermäßiges Düngen zu enormen Wachstum gezwungen und zu oft geerntet wird. Beste Teequalität stammt aus Regionen in denen ein Reizklima vorherrscht. Hier wachsen die Pflanzen zwar langsamer, sind aber widerstandskräftiger und ergeben Tee von geschmacklich hoher Qualität.
  • Jeder Tee, der über einen Großhandel vertrieben wird, muss vorher bereits im Produktionsland selbst analysiert werden. Dies bedeutet, dass der Großhändler international zertifizierte Labors direkt vor Ort in China, Japan etc. beauftragt, den jeweiligen Tee auf Rückstände zu überprüfen. Falls ein Tee die Grenzwerte überschreitet, wird er nicht in die EU eingeführt.
  • Den Teehändler kann man nach Analyseergebnissen der Rückstandskontrollen fragen. Wir von Evas Teeplantage halten diese Testergebnisse für unsere Kunden zur Einsicht bereit.

Natürlich kann man seinen Lieblingstee auch direkt aus dem Ursprungsland beziehen. Dann muss man sich allerdings auf die Kontrollen des jeweiligen Landes verlassen, die längst nicht so streng sind wie die in Europa vorgeschriebenen.

 

 


Quellen

http://www.teekenner-magazin.de/bio-tee-aus-china [abgerufen: 27.04.2016]
http://www.gruenertee.de/pestizide [abgerufen: 27.04.2016]
http://www.tee-import.de/info/teekrit.htm [abgerufen: 28.04.2016]

Sind im Tee Pestizide enthalten?

 

 

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