So kühl und frisch es noch am Anfang der Woche in Nürnberg war, so heiß soll wieder das kommende Wochenende werden. Zum Glück ist unser Lieblingsgetränk Tee ein Wandlungskünstler und kann sowohl heiß als auch eiskalt genoßen werden – je nach Lust und Laune und Wetterlage. Doch wie wird aus dem Heißgetränk ein Eisgetränk?

Die Zubereitung von Eistee

Eistee selber zu machen, ist erstaunlich einfach und hat nichts damit zu tun, übrig gebliebenen Tee vom Vorabend in den Kühlschrank zu stellen und am nächsten Tag mit ein paar Eiswürfeln zu servieren. Diese Variante kostet nicht nur viel Zeit sondern es gehen auch viele Aromen verloren und der Tee erhält mitunter einen bitteren Geschmack. Nein, Eistee wird genauso wie heißer Tee frisch zubereitet und ist innerhalb von etwa 10 Minuten genussbereit.
Und das sind sie, die 5 Schritte zum selbstgemachten Eistee:

  1. Gewünschten Tee in zwei- bis dreifacher Konzentration als üblich nach Anleitung zubereiten. Das bedeutet, wenn man üblicherweise vier Löffel Tee für eine Kanne Tee verwendet, sollte man nun acht bis zwölf Löffel verwenden.
  2. Eine Kanne bzw. ein Glas (je nach gewünschter Menge) mit vielen Eiswürfeln füllen. (Anm.: Diese sollten vorher selbst gefroren oder im Supermarkt gekauft worden sein.)
  3. Den heißen, frisch zubereiteten Tee über die Eiswürfel gießen. Dabei dem Knistern des schmelzenden Eises lauschen und darauf vertrauen, dass das Glas die heiß-eiskalte Mischung aushält und nicht zerbricht. (Anm.: Da ich als Kind im unfreiwilligen Selbstversuch Zeuge wurde, wie ein heißes Glas mit eiskalter Limonade zersprang, habe ich mir ernsthafte Sorgen um mein Glas bei meiner ersten Eisteezubereitung gemacht. Aber ich kann die Leser beruhigen, die diese Bedenken ebenfalls teilen: Das Glas hält die Zubereitung von Eistee aus! Ich würde aus Sicherheitsgründen allerdings dazu raten, die Eiswürfel wirklich erst kurz vor dem heißen Tee in das Glas zu geben, so dass es nicht vorher abkühlen kann.)
  4. Den Eistee nach Geschmack süßen oder aromatisieren. Zum Süßen eignen sich wunderbar diverse Säfte wie Apfel, Orange oder Ananas. Selbstgepresster Saft verleiht dem eigenen Eistee natürlich das i-Tüpfelchen. Neben Säften kann man auch Sirupe dem Tee hinzufügen. Durch ihr hohes Konzentrat verleihen sie dem Eistee zusätzliche Aromen. Und schließlich können Fruchtstücke oder Minze (ähnlich wie in einer Bowle) den Eistee hinzugefügt werden und ihn aufpeppen.
  5. Warten, dass der Tee eiskalt ist (das geht schneller als Sie denken) und ihn genießen!

Tipps und Tricks zum Eistee selber machen

Nach dem die Grundlagen der Zubereitung geklärt sind, gibt es nun noch ein paar Tipps zum Eistee selber machen.

  • Sehr wichtig für die Herstellung von Eistee ist die Konzentration des Tees. Da die vielen Eiswürfel den Tee verwässern, muss er so hoch konzentriert zubereitet werden. Ähnlich wie bei dem Mischverhältnis von Saftschorlen kommt es hier auch den persönlichen Geschmack drauf an, wie wasserhaltig man seinen Eistee trinken möchte.
  • Um eine starke Verwässerung zu vermeiden, könnte man auch Saft oder bereits zubereiteten Eistee selber einfrieren und als Eisgrundlage für den (neuen) Eistee verwenden.
  • Grundsätzlich eignen sich alle Tees zum Eistee selber machen. Empfehlenswert sind jedoch Früchtetees ohne Hibiskusblüten, aromatisierte Grün-, Schwarz- oder Rooisbostees sowie generell minzehaltige Teemischungen. Die aromatisierten Teesorten bringen mituner schon eine Grundsüße mit und benötigen deshalb kaum bis gar keine Zusätze. Um Ihnen die Auswahl zu erleichten, haben wir in unserem Online-Shop für Eistee besonders geeignete Teesorten mit dem Zusatz „Für Eistee geeignet“ markiert. Sie können sie u.a. über unsere erweiterte Suche finden, in dem Sie das Feld „Für Eistee geeignet“ mit ja ankreuzen. Ebenso finden Sie in unserem Fachgeschäft fertige Eisteemischungen und unsere Teeberater helfen Ihnen im Zweifelsfall gerne weiter. Zur Übersicht besonders geeigneter Teesorten für Eistee
  • Beispiele für Eisteerezepte finden Sie ebenfalls auf unseren Onlineshop. Schauen Sie doch einfach mal hier vorbei.

Schon gewusst?

  • Wer hat’s erfunden? Obwohl bereits in Asien Tee durchaus kalt getrunken wurde, setzte sich der Eistee Anfang des 20. Jahrhundersts als Erstes in Amerika als populäres Erfrischungsgetränk durch. Erfunden wurde er allerdings vom Engländer Richart Blechynden, der seinen heißen Schwarztee auf der Weltausstellung im amerikanischen St. Louis 1904 verkaufte. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen lief das Geschäft nicht gut. Daher verwandelte er ihn mittels Eiswürfel kurzerhand in einen „Iced Tea“.
  • Der klassische Eistee ist demnach reiner Schwarztee, der mit etwas Süße und Zitrone zum wahren Genuss wird.
  • Die im Supermarkt zu kaufenden Eistees haben mit dem klassischen Eistee fast gar nichts mehr gemein. Wie bereits in diesem Blogartikel beschrieben, haben diese „Eistees“ mit Tee so gut wie gar nichts zu tun und beinhalten darüberhinaus sage und schreibe 47 (!) Stück Würfelzucker in einer 1,5L-Packung. Zusammen mit der Zugabe von Zitronensäure sind diese Getränke wahre Kariesförderer. Insbesondere Milchzähne können leicht Schaden nehmen.

Demzufolge ist selbst gemachter Eistee nicht nur leckerer, sondern auch noch gesünder!! Also lassen Sie es sich schmecken 🙂

Quellen:
Krekel, Sigrid: Tee. Neustadt an der Weinstraße 2013.
Ulmer, Patrick / Weger, Moritz: Tee. Wie man aus Wasser Freude macht. Stuttgart 2014.

Eistee selber machen | Rezepte, Tipps und Tricks, Infos zur Zubereitung von www.evas-teeplantage.de

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