Der Dienstag war in Nürnberg ein wahrer Herbsttag. Es war grau und dunkel, es hat geregnet und ein starker Wind pustete hin und wieder durch die Straßen. Es war also perfektes Wetter zum Backen und anschließendem Kuchen essen bei einer Tasse heißem Tee. Das heutige Rezept habe ich auf dem Blog Windmelodie gefunden und nach eigenem Geschmack etwas abgeändert. Der Earl Grey Kuchen ist ein sehr einfacher Rührkuchen – allerdings mit einem besonderen Aroma.

Zutaten

  • 250g weiche Butter
  • 200g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 5 Eier
  • 250 Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 3-4 TL guten Earl Grey Tee
  • 150g Puderzucker
  • Saft von einer Limette
  • Zitronen- oder Limettenabrieb (optional)

Zubereitung

  1. Als Erstes wird eine gewünschte Backform eingefettet oder mit Backpapier ausgelegt. Ich habe eine größere Herzform verwendet. Ich denke, dass die Zutatenmenge für eine Kastenform oder eine 26er Springform ausreicht. Für eine Gugelhupfform würde ich die Menge noch etwas erhöhen.
  2. Als Nächstes wird die Butter zusammen mit dem Zucker und dem Vanillezucker geschmeidigt gerührt.
  3. Anschließend werden die Eier einzeln auf höchster Stufe dem Butterzuckergemisch hinzugefügt.
  4. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und auf mittlerer Stufe in den Teig rühren.
  5. Nun habe ich den Ofen angeschaltet, damit er vorheizen kann. Ich habe einen Gasofen und habe die Stufe 3 ausgewählt. Die Autorin des Rezeptes empfiehlt 175°C – ich vermute für Ober- und Unterhitze.
  6. Jetzt wird der Earl Grey vorbereitet. Ich habe diese Sorte verwendet. Da ich keinen Mörsel besitze, habe ich den Earl Grey einfach in ein Glasschälchen getan und mit einem Gewürzbehälter zerstampft. Es ging recht gut. Im Nachhinein denke ich aber, dass ich diese Arbeit etwas gewissenhafter hätte machen sollen, da im Kuchen 2-3 festere Stückchen vom Earl Grey waren, die beim Essen gestört haben. Vermutlich wird aus diesem Grund bei den meisten Earl-Grey-Kuchen Beuteltee verwendet, da sich darin Teestaub befindet. Ich würde aber jederzeit wieder zum losen Earl Grey – schon allein wegen des Geschmacks- greifen und ihn nur akkurater zermalmen.
  7. Einen Großteil des zerdrückten Earl Grey nun vorsichtig unter den Teig heben. Ich habe den Teig mit ausgeschalteten Rührbesen umgerührt. Den Rest zurzeit stellen, da er für den Guss gebraucht wird.
  8. Den Teig in die Form füllen.
  9. Den Kuchen ca. 40min auf der mittleren Schiene backen.
  10. Nach dem Ende der Backzeit den Kuchen aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen.
  11. In der Zwischenzeit den Puderzucker mit dem Limettensaft verrühren.
  12. Sobald die Form mit bloßen Händen anfassbar ist, den Kuchen rausholen, auf einen Kuchenplatte legen und den Guss auf den noch warmen Kuchen verteilen. Den restlichen Earl Grey und Zitronenabtrieb über den nassen Guss streuen. Ursprünglich wollte ich Limettenabrieb nehmen, aber leider war meine Limette zu weich und ließ sich nicht gut reiben.
  13. Gänzlich abkühlen lassen und genießen!

Fazit

Der Kuchen ist sehr lecker und schmeckt sowohl (Kindergarten-)Kindern als auch Erwachsenen. Insbesondere zu einer Tasse Earl Grey ist er ein Traum. Ich denke, den Kuchen wird es noch öfters bei uns geben. Ich hatte vorab etwas Angst, dass die Earl Grey Krümmel (besonders die auf dem Guss) zu hart sind und beim Kauen im Mund unangenehm auffallen, aber wie geschrieben, war das nur 2-3 Mal der Fall und das schiebe ich auf meine zu kurze Mörselzeit. Mit einer Arbeitszeit von ca. 20min ist der Kuchen wirklich schnell vorbereitet. Im ursprünglichen Rezept wird er mit weißer Schokolade überzogen. Ich finde es aber schwierig mit weißer Kovertüre zu arbeiten, sehr oft zerrinnt sie mir, deshalb habe ich mich für den Limettenpuderzuckerguss entschieden. Ich dachte, da der Earl Grey Tee eine Mischung aus Schwarztee und Bergamotte ist und die Bergamotte eine Zitrusfrucht ist, die der Limette sehr ähnlich sieht, dass es geschmacklich gut passen würde. Für das Rezept gebe ich 5 von 5 Sterne.

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