Bestandteile des Tees

18. Mai 2017

Die Bestandteile des Tees

Tee ist für viele Menschen überall auf der Welt ein ähnlich wichtiges Getränk wie Wasser. Er wird morgens zum Frühstück getrunken, um die Lebensgeister zu wecken, als Begleiter zum Mittagessen oder zur Abrundung eines turbulenten Tages. Durch seine verschiedenen Inhaltsstoffe kann er anregend, stimulierend oder beruhigend auf den menschlichen Organismus wirken. Welche das im Einzelnen sind, daran wird seit Jahrzehnten geforscht. Die Teepflanze Camellia sinensis gilt als eines der komplexesten Lebensmittel, die bisher wissenschaftlich analysiert wurden.

Die Bestandteile des Tees

Teeblatt in der Großansicht

© marcusburger – Fotolia.com

Neben den bekanntesten Inhaltsstoff Koffein sind bisher Gerbstoffe (Polyphenolverbindungen), Aminosäuren, Vitamine (A, B1, B2, C, D), Enzyme, Pigmentstoffe (Chlorophyll), Kohlenhydrate, Mineralien (z.B. Kalzium, Magnesium, Eisen, Fluor), und organische Fette als Bestandteile der Teeblätter klassifiziert worden. Einige der Bestandteile werden im Folgenden näher erläutert.

Koffein

Koffein wirkt direkt anregend auf das zentrale Nervensystem. Dort steigert es die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Allerdings ist etwas Vorsicht geboten: Bei Aufnahme großer Mengen Koffeins kann dies zur starker Nervosität führen.

Gerbstoffe

Nur ein Drittel der Teebenstandteile, die unter dem Begriff „Gerbstoffe“ zusammengefasst werden, wurden bisher chemisch charakterisiert. Früher hauptsächlich als Gerbstoffe oder Tannine bezeichnet, spricht man heute von Polyphenolen. Diese Stoffe besitzen vielfältige positive Wirkungen:

– Stärkung der Gefäße (Schutz vor Herz- Kreislauferkrankungen, Arteriosklerose)
– Entzündungshemmung (Wirkung auf Gelenke, Muskeln, Haut)
– Antibakteriell & antiviral
– Antikarzinogen (wirken unterstützend bei Krebstherapien)
– Stärkung des Immunsystems
– Allergiehemmer
– Schutz vor altersbedingten Sehstörungen wie Makula-Degeneration und Katarakt
– Hilfe bei hormonbedingten Störungen der Wechseljahre (Hitzewallungen)
– Positive Wirkung auf den Knochenstoffwechsel (Vorbeugung gegen Osteoporose)
Zusätzlich wirken die Gerbstoffe anregend auf das Gehirn und beruhigend auf das Verdauungssystem. Je nach Ziehzeit beeinflussen die Gerbstoffe die Wirkung des Koffeins und lassen den Tee bei längerer Ziehzeit beruhigend wirken.

Alkylamine

Wissenschaftler an der Universität Harvard haben bereits vor über zehn Jahren nachgewiesen, dass Alkylamin-Verbindungen in hoher Konzentration in grünem und auch schwarzen Tee enthalten sind. Diese Verbindungen sind ein regelrechter Immunbooster.

Ätherische Öle

Ätherische Öle bestimmen Duft und Aroma des Tees. Außerdem wird ihnen ein positiver Effekt auf psychische Verfassung des Menschen zugeschrieben. Zum einen wirken sie anregend auf die Hirntätigkeit, zum anderen wird ihnen ein entspannender Effekt nachgesagt, der zu einer größeren inneren Ruhe führen soll.

 Fluor

Die Fluoridgehalte in Teeblättern sind im Vergleich zu anderen Lebensmitteln hoch. Selbst wenn man bedenkt, dass Teeblätter nicht als solche konsumieret werden, sondern nur ihr Aufguss aufgenommen wird. Fluor wirkt karieshemmend und stärkt den Zahnschmelz.

Kalium

Kalium, ein Mineralstoff kommt überwiegend im Inneren von Körperzellen vor. Dort ist er für die Regulation des Wasserhaushaltes verantwortlich. Eine weitere Aufgabe hat Kalium bei der Erregungsleitung von Nerven, der Muskeltätigkeit, bei der Regelung des Blutdrucks und bei der Verdauung.

Mangan

Das Spurenelement Mangang kann nicht vom Körper selbst hergestellt werden, deshalb muss es über den Dünndarm aus der Nahrung aufgenommen werden. Mangan lässt sich in den Nieren, der Leber, der Bauchspeicheldrüse und in den Knochen nachweisen.

Theophyllin/ Theobromin

Theophyllin ist besonders in hochwertigem Tee in großen Mengen enthalten. Es wirkt harntreibend und erhöht zudem die Herzleistung. Die gesundheitliche Wirkung  von Theophyllin wird in Medikamenten gegen Bronchialerkrankungen wie zum Beispiel Asthma eingesetzt. Wie Koffein, sollte auch Theophyllin  nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden.

Theobromin Es wirkt ähnlich wie das Koffein anregend auf den menschlichen Körper. Seine durchblutungsfördernde und muskelentspannende Wirkung wird in Medikamenten gegen Hustenanfälle eingesetzt.

Theanin

Der  Geschmack des Tees wird maßgeblich durch die Aminosäure Theanin beeinflusst. Es hat zudem einen Einfluss auf das Zentralnervensystem. Die beruhigende und zugleich wohltuende Wirkung einer Tasse Tee aus Blättern der Teepflanze ist auf Theanin zurückzuführen. Je nach Dosierung und dem Koffeingehalt im Tee, kann auch eine anregende Wirkung erzielt werden.

Chlorophyll

Chlorophyll ist der Stoff, der Pflanzen ihre grüne Farbe verleiht. Er ist auch notwendig, um Photosynthese zu betreiben. Der Vorgang, der in einer Pflanze abläuft, wenn sie Kohlendioxid und Wasser unter der Einwirkung des Sonnenlichts in Kohlenhydrate umwandelt. Dadurch wächst sie und kann Blüten und Früchte bilden.
Je höher der Chlorophyllgehalt eines Lebensmittels ist, desto höher ist sein gesundheitlicher Nutzen. Chlorophyll unterstützt die Entstehung neuer Blutzellen und fördert die Entgiftung. Zudem kann Chlorophyll die Wundheilung unterstützen und für einen angenehmen Körpergeruch sorgen.

Gerade die Werbung preist Tee gerne als ein Wundermittel gegen sämtliche Wehwehchen und Krankheiten an. Dass gerade grüner Tee aber extrem gesundheitsfördernd ist, wurde von Wissenschaftlern belegt: Sie nennen es das „Asian Paradox“. Dies zeigt, dass die Bevölkerung Asiens trotz übermäßigem Zigarettenkonsums ein geringeres Risiko aufweist an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebs zu erkranken. Der Grund dafür sei laut der Studie der Grünteekonsum von bis zu 1,2 Litern täglich.

 

 

 

[Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Polyphenole
https://de.wikipedia.org/wiki/Aminos%C3%A4uren
https://de.wikipedia.org/wiki/Vitamin
http://www.pflanzenforschung.de/index.php?cID=7827
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=medizin4_20_2003]

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Geschrieben von um 5:00 | Noch keine Kommentare


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