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Momentan überhäufen mich Kunden mit Fragen zu Inhaltsstoffen von allerlei Teesorten. Ich fühle mich schon wie ein halber Lebensmittelchemiker. Natürlich kann man nicht alles herausfinden, dazu reicht schon die Zeit gar nicht. Die wichtigsten Fragen greife ich hier aber gerne raus und intensiviere die Nachforschungen. Die neueste betraf die Schwefelung von Trockenfrüchten.

Diese Methode wird hauptsächlich dazu benutzt, um die natürliche Farbe der Früchte über einen längeren Zeitraum zu erhalten. Für die Industrie ist ein netter Nebeneffekt, dass dieses Verfahren dehydrierend, also wasserentziehend wirkt, was bei der Produktion von Trockenfrüchten für den Verzehr oder zur Teeproduktion ideal ist. Nun reagieren manche Menschen mit allergischen Symptomen, wie Hautausschlag, Durchfall, u.ä. auf die Aufnahme von Schwefeldioxiden. Manchmal tritt auch Kopfschmerz auf, der auf den „Genuss“ geschwefelter Früchte zurückzuführen ist, wenn auch immer wieder behauptet wir, dass das eher Histamine seien. Seis drum, ich will ja hier auch keine Grunsatzdiskussion anzetteln. Da Schwefel in der Weinproduktion außerdem auch als Konservierungsmittel dient, handelt es sich also um einen vielseitigen Stoff. In den USA oder Australien muss Schwefel explizit auf dem Etikett ausgewiesen werden, bei uns gilt dies erst ab den unten angeführten Werten.

Da man das bei unserer großen Anzahl von Früchtetees nicht unterschätzen darf, habe ich mich umgehört und Antworten gefunden. Die von uns geführten Apfel- und Bananentees, aus dem Segment säurearme Tees, sind laut Herstellerangaben nicht geschwefelt. Auf meine Frage, wieviel Schwefel bei nicht zweifelsfrei bestimmbarer Schwefelung freigesetzt wird, ist eine pauschale Antwort nicht möglich. Dies hängt von der Ziehzeit, der Größe der Fruchtstücke, etc. ab. Es besteht laut Gesetzgeber eine Kennzeichnungspflicht für Schwefeldiovxide und Sulfite ab 10 mg/kg bzw. 10 ml/l. Dies bezieht sich auf das genussfertige, also aufgegossene Lebensmittel (in diesem Fall der fertige Tee). Wenn ich es richtig verstanden habe, hält der Gesetzgeber es also für unbedenklich, geringere Mengen zu sich zu nehmen. Ich kann und werde das nicht kommentieren, freue mich allerdings, den Allergikern mitteilen zu können, dass bei unserem Lieferanten stark in Richtung Nullbelastung gearbeitet wird.

So, und jetzt kommt gerade im Gespräch die nächste Frage auf: Morgen gehts dann um Rückstandsanalysen unserer Darjeeling First Flush Flugtees. Weiter auf dem Weg zum designierten Lebensmittelchemiker….

Zubereitung von Früchtetee:

 

 

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