Seit vielen Jahren ist Ingwer eine willkommene Zutat in deutschen Küchen. Seitdem asiatische Rezepte Einzug gehalten haben, wird auch Ingwer immer häufiger als Gewürz verwendet. Doch nicht nur zum Abrunden von Currys oder Suppen ist die tolle Knolle hervorragend geeignet. Auch als Tee macht sie eine äußerst gute Figur.

Doch woher kommt Ingwer und was macht ihn so beliebt und gesund?

Geschichte und Verbreitung des Ingwers

Chinesen und Inder verwenden Ingwer bereits seit dem 6. Jahrhundert vor Christus. Im asiatischen Raum verbreitete sich Ingwer vermutlich durch den Seehandel. Den Weg in den südlichen Mittelmeerraum fand er aber erst viele Jahrhunderte später: Nämlich als arabische Händler ihn auf ihren Handelsreisen mitbrachten.  Schließlich waren es die Römer, die die Knolle nach Europa brachten. So war Ingwer im Mittelalter ein beliebtes Gewürz, was in vielen königlichen Kochbüchern belegt ist. Irgendwann war Ingwer ein so beliebtes und gerne verwendetes Gewürz, dass Sittenwächter und Ärzte vor seiner schädlichen Wirkung warnten: Wein, Pfeffer, Zimt und Ingwer, so hieß es, verdürben das Blut der jungen Mädchen.

Als Heilmittel wurde Ingwer seit seiner Entdeckung immer verwendet, denn Chinesen und Inder hatten früh dessen Wirkung erkannt und in der Volksmedizin angewendet.

Ingwer – Aussehen und Ernte

Der Ingwer ist ein Mitglied der Familie der Ingwergewächse und hört auf den botanischen Namen Zingiber officinale. Hierbei handelt es sich um eine Staudenpflanze, die eine Höhe von bis zu sieben Metern erreichen kann. Ihr Laub ist tiefgrün und schilfartig. Das unterirdisch wachsende, weit verzweigte Rhizom (das Wurzelgeflecht) ist der Teil der Pflanze, der als Gewürz und Heilmittel verwendet wird. Im Inneren ist der Pflanzenteil gelblich und schmeckt würzig, scharf, aromatisch. Über der Erde blüht die Pflanze purpurfarben, gelb oder auch violett.

Ingwertee wärmt von Innen

© Christian Jung – Fotolia.com

Bis zur Erntereife der Rhizome dauert es bis zu 250 Tage. Man erntet aber immer nur einen kleinen Teil davon, damit der übrige Rest weiterwachsen kann. Zu diesem Zeitpunkt sind die Ingwerknollen noch grün und zart und werden frisch verwendet.

Nach einer Wachstumsphase von zehn Monaten, wenn sich die Pflanzenblätter gelb gefärbt haben, wird der Gewürzingwer geerntet. Dieser kann nach dem Trocknen zu feinem Pulver vermahlen werden und sein Geschmack ist je nach Produktions- und Zubereitungsart mild bis scharf. Wie alle Gewürze sollte auch Ingwer nicht zu lange gelagert werden, da das Pulver bei längerer Lagerung an Geschmack und Aroma verliert.

Ingwer und seine Inhaltsstoffe

Der Ingwer riecht angenehm aromatisch, schmeckt aber scharf und würzig. Für die Schärfe verantwortlich ist der scharf aromatische Inhaltsstoff Gingerol.
Wissenschaftler konnten weitere bioaktive Wirkstoffe im Ingwer nachweisen: Er enthält die ätherischen Öle Zingiberol und Zingiberen, Harzsäuren sowie Vitamin C und verschiedene Mineralstoffe.

Verwendung von Ingwer als Gewürz

Bevor Chili aus Südamerika als Gewürz nach Europa kam, galten Pfeffer und Ingwer lange Zeit das einzige scharfe Gewürz.
Ingwer ist als ein sehr vielseitiges Gewürz bekannt, das in vielen verschiedenen Darreichungsformen angeboten wird: frisch, pulverisiert, eingelegt, kandiert, getrocknet oder als ätherisches Öl. In der Küche verleiht er hauptsächlich frisch und gemahlen den Speisen eine angenehme Schärfe.
Frischer Ingwer aromatisiert klein geschnitten Suppen, Geflügel- und Lammfleisch, Fisch und Meeresfrüchten oder Gemüse. Er passt aber auch in Chutneys, Soßen und Marmeladen. Gemahlen ist Ingwer in Lebkuchen, Obstsalaten, und dem berühmten Gingerbread zu finden. Auch als süßer Snack, in Sirup eingelegt oder kandiert schmeckt Ingwer vorzüglich. Die Japaner bevorzugen die Knolle in Essig eingelegt als Beilage zum Sushi. Doch nicht nur in Speisen, auch in Getränken wie Ingwerbier Gingerale oder Ingwertee wird die Pflanze zur Aromatisierung verwendet.

Verwendung von Ingwer als Heilpflanze

Doch Ingwer kann mehr als nur scharf würzen. Professor und Pharmakologe Dr. Eugen Verspohl beschreibt die Wirkung des Ingwers wissenschaftlich: „Inhaltsstoffe aus Ingwer sollen das gleiche Enzym im Körper hemmen wie Acetylsalicylsäure“. Das Enzym, das er meint nennt sich Cyclooxygenase. Ist dieses Enzym gehemmt, verringern sich Schmerzen im Körper.

Darüber hinaus schreibt man dem Ingwer stimulierende Wirkung auf alle Organe zu. Er soll

  • vitalisierend und muskelentspannend,
  • antibakteriell und antiviral
  • durchblutungsfördernd und blutgerinnungshemmend wirken,
  • bei Kopfschmerzen, Erkältungen, Frösteln, Husten und Katarrhen Linderung verschaffen und gegen
  • Reise- und Schwangerschaftsübelkeit helfen

Seine medizinische Wirksamkeit entfaltet der Ingwer als Tee, als sogenanntes Ingwerwasser.  Auch kann er als Badezusatz oder in Form einer Auflage auf die Haut (Ingwerwickel) Muskelverspannungen lösen.

Zubereitung von Ingwertee

Ingwertee kann man sehr einfach selbst machen: Ein etwa 2cm großes Stückchen Ingwerwurzel in dünne Scheiben schneiden und in ein Tee-Ei geben oder direkt in die Tasse. Mit 400ml kochendem Wasser aufgießen und den Aufguss 6-10 Minuten abgedeckt ziehen lassen.
Je nach Geschmack mit einem Süßungsmittel Ihrer Wahl verfeinern: Zucker, Stevia, Honig oder vielleicht Agaven-Dicksaft? Wer es nicht nur scharf, sondern auch fruchtig mag, gibt eine Scheibe Zitrone oder Orange hinzu. Möglichst heiß genossen entfaltet der Ingwertee am besten seine Wirkung.

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Früchtetee mit Birnen, Papaya und Ingwer

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Rotbuschtee mit Mandarine, Papaya und Ingwer

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Sencha Ingwer Zitrone

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