Shincha 2017 – Unser japanischer Frühlingstee ist eingetroffen!

1. Juni 2017

Shincha Japanischer Grüntee 2017

Grünteeliebhaber erwarten diese Zeit des Jahres mit besonderer Spannung: Denn im Frühling steht in Japan die erste Grünteeernte an. Jetzt verarbeiten die Teebauern die Grünteeblätter zum sogenannten Shincha. Er zeichnet sich durch absolute Frische und besondere Inhaltsstoffe aus. In Japan gilt Shincha als bester Tee überhaupt. Er wird traditionell am 88. Tag nach Frühlingsbeginn gepflückt und der Verkauf startet mit Beginn des japanischen Kirschblütenfestes. Die Verkaufszeit ist nur sehr kurz, da relativ wenig Shincha produziert werden kann. Doch weshalb ist das so?

Eine unserer Teebauern aus Japan, Familie Mazumoto, die auch Shincha anbieten

Eine unserer Teebauern aus Japan, Familie Mazumoto, die auch Shincha anbieten © Marimo Teeraum

Shincha – der japanische Frühlingstee

Shincha Tee ist japanisch und bedeutet übersetzt nichts Anderes als neuer Tee. Die Erste Ernte nach den Wintermonaten wird in Japan zelebriert und die große Nachfrage und das geringe Angebot ziehen auch einen entsprechend höheren Preis nach sich. Die kurze Verfügbarkeit des Shincha tut ihr Übriges. Dieser Tee soll besonders nährstoffreich sein, was ihn besonders gesund und auch schmackhaft macht.

Herstellung von japanischem Shincha

Ist von Shincha Tee die Rede, ist die erste Pflückung des japanischen Sencha Tees gemeint. Bei der Teeernte wird sehr behutsam vorgegangen und der Teebauer erntet an einem oder zwei sonnigen Tagen nur die ersten kräftig grünen Triebe der Teepflanze.

Die meisten Sencha-Tees werden werden als sogenannte Rohtees (Aracha) in Kühlhäusern gelagert und erst dann weiter verarbeitet. Den jungen Shincha hingegen verarbeiten die Teebauern direkt nach der Ernte bis hin zu gebrauchsfertigem Tee. Am Ende besitzt er noch etwa einen Feuchtigkeitsgehalt von bis zu 5%. Die Restfeuchte dient dem Erhalt der Frische, verringert aber deutlich die Haltbarkeit des Tees.

Damit wir in Europa diese Frische auch genießen können, ist der Shincha ein Flugtee wie zum Beispiel der indische Darjeeling first flush. Würde man den Tee, wie sonst üblich, über den Seeweg verschicken, verlöre er norm an Qualität und Geschmack. So wird der Tee preislich etwas teurer, aber kommt auch frisch bei uns Teegenießern in Europa an.

Was macht die exzellente Qualität des Shincha aus?

Der japanische Shincha gilt als einer der besten in der gehobenen Klasse der Grüntees. Nicht nur, weil die Jahresproduktion sehr klein ist. Vom Geschmack her ist er der Tee, der von allen Ernten am meisten zu bieten hat.

Traditionell wird Shincha von der Sencha-Pflanze gewonnen, mittlerweile wird selten auch Gyokuro zur Herstellung verwendet. Die Erntemenge des Shincha ist sehr begrenzt und der Verkaufszeitraum liegt im Gegensatz zu anderen Tees in Japan auch nur zwischen Anfang/Mitte April und Mitte/Ende Juli.

Die besonders hochwertige Qualität dieses Tees liegt darin, dass sich die Teepflanzen seit der letzten Teeernte im Spätsommer erholen konnten. Während des der Winterzeit nimmt sie viele Nährstoffe auf. Diese aromatragenden Stoffe reichern sich in den jungen Trieben an. Genau diese Knospen und jungen Blätter verarbeiten die japanischen Teebauern zum Shincha. Dieser Tee punktet durch hohen Nährstoff- und Aromengehalt. Die höhere Feuchtigkeit  verstärkt die Nährstoffdichte, die für ein frischeres Geschmackserlebnis verantwortlich ist. Zusätzlich steigern diese Eigenschaften die gesundheitliche Wirkung des Shincha-Tees.

In diesem Video sehen Sie übrigens, wie unsere Shinchas vor der Ernte direkt auf dem Feld aussehen. Gedreht direkt bei einem unserem Teebauern, Shutaro Hayashi, in Kirishima. Beeindruckend, oder?

KIRISHIMA ARACHA SHINCHA – Kabuse Asatsuyu from Shutaro Hayashi from MARIMO green tv on Vimeo.

Welche Inhaltsstoffe machen Shincha so besonders?

Durch die Zeit, die die Teepflanze, meist eine moderne Kreuzung verschiedener Teepflanzen – abstammend von der Camelia Sinensis – in den Herbst- und Wintermonaten bis hin zur Ernte im Frühling hat, werden vermehrt Inhaltsstoffe gebildet, die in dieser Ausprägung bei anderen Teesorten nicht vorkommen.

Die Pflanze wächst bei niedrigeren Temperaturen und verminderter Sonneneinstrahlung wesentlich verlangsamt als zu anderen Jahreszeiten. So reichern sich besonders viele Vitamine, Aminosäuren und ungesättigte Fettsäuren an. Auch der Gehalt an gesundheitlich förderlichen Katechinen ist zu dieser Zeit des Jahres wesentlich höher als zu anderen Erntezeiten.

Wie bereite ich einen Shincha zu?

Wie alle grünen Tees ist es am besten, den Shincha nicht mit kochendem Wasser aufzubrühen. Auch für unsere Shinchas, wie den Morimoto Shincha oder den Shincha88  ist die Temperatur sehr wichtig und schwankt, ein wenig auch nach Geschmack, zwischen 60-70°C. Bei direktem Aufguss in der Teekanne sind beim ersten Aufguss nicht mehr als 40-60 Sekunden nötig. Danach folgende Aufgüsse ziehen zwischen 10-25 Sekunden.
Die für Sie ideale Zubereitungsweise bestimmt Ihr eigener Geschmack, probieren Sie einfach aus, wie es Ihnen am besten schmeckt.

 

Mehr erfahren:

In diesem Blogpost erfahren Sie mehr über eine unserer Shincha-Teebauern, die Familie Morimoto

 

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Geschrieben von um 14:07 | Noch keine Kommentare


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