Unser Sohn ist inzwischen achtzehn Monate alt und trinkt am liebsten Wasser. Mit Kakao oder den im Handel vertriebenen „Kinder-Misch-Getränken“ kann er nichts anfangen. Aber wenn wir morgens aufstehen und unsere erste Tasse Grüntee (Sencha Yonkon) trinken, will er auch seinen Teil davon. Das war schon so, als er fünf, sechs Monate alt war und er morgens bei uns im Bett friedlich an seiner Milchflasche nuckelte. Danach musste immer auch ein Schluck aus Papas Teetasse sein.

Sie werden jetzt sagen: Schadet das Koffein im Grüntee dem Kind denn gar nicht? Kann man denn das machen? Ich denke, dass es hierauf keine allgemeinverbindliche Antwort gibt. Da unser Kind schon von Anfang an ein guter Schläfer war (mindestens zwölf Stunden Nachtschlaf seit er vier Monate alt ist) und auch tagsüber genügend Nickerchen hält, habe ich mir keine Sorgen über eventuelle Probleme durch das Koffein gemacht. Natürlich bekommt er von uns keinen Koffein-Kick à la Matcha und auch keinen extra starken Assam. Aber die eine Tasse Grüntee am Morgen scheint ihm bisher gut zu bekommen. Wenn er uns einmal etwas zu stark geworden ist, verdünnen wir ihn für den Kleinen mit Wasser.

Am Nachmittag, wenn der Bub von der Tagesmutter nach Hause kommt, mache ich für uns meistens ein Kännchen Kräutertee. Meistens eine der Blüten- oder Kräutermischungen der Biofirma Sonnentor oder von unserem Kräuterbauern Siegi aus Südtirol. Ich bin ja eigentlich kein großer Kräuterfan, aber die Tees dieser beiden Anbieter schmecken weder staubig, noch wie Schuhsohle – also bin ich wider Erwarten sogar ein Kräutertee-Fan geworden.

Bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit von Bub oder uns Großen schaue ich meistens in ein Buch von GU, das sich mit Hausmitteln bei Kinderkrankheiten beschäftigt. Wenn ich einen Tee mischen kann, um die Erkältung zu bekämpfen oder Durchfall zu lindern, dann mache ich das gerne. Muss ja nicht gleich die Chemie-Keule sein bei den vielen Infektionen, die sich Kleinkinder im ersten Jahr der Tagesbetreuung so einfangen.

Schlussendlich gibt es ja noch die vielen guten koffeinfreien Teesorten aus Früchten oder auf Grundlage von Rotbuschtee, die wir in großen Mengen an Kindergärten liefern. Wir empfehlen gerne Früchtetee in säurefreier Version, der keinen Hibiskus enthält und deshalb nicht sauer werden kann.

Mein persönliches Fazit: Neben Wasser ist Tee für mich die erste Wahl, um unseren Sohn gesund zu ernähren. Hier bekommt er keinen Zucker ab und – wenn ich das wünsche – auch keine Aromastoffe, die seinen Geschmack prägen. Hauptsache, die Qualität des Tees stimmt.

Wie halten Sie es mit Tee für Ihre Kinder? Welche Sorten trinken sie gerne und was ist Ihnen bei der Auswahl wichtig?

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