Eine Tasse Earl Grey hat irgendwie etwas Gemütliches. Denken Sie nicht auch an einen Sessel, der vor einem Kamin steht in dem ein warmes Feuer knistert? Einen Sessel, in den man es sich nach einem Spaziergang im Herbstwald oder am Strand zum Aufwärmen mit einer gemütlich macht? Den zarten Duft der Bergamotte in der Nase lässt es sich prima von wärmeren Gefilden träumen.

Das Traditionsgetränk ist also Genuss pur. Nicht nur für den Gaumen, auch für die Sinne. Doch welche Eigenschaften besitzt der Earl Grey eigentlich?

Anregend oder beruhigend?

Auf die Zubereitung kommt es an: Schwarztee wird als Kaffeeersatz geschätzt, da einer seiner Inhaltsstoffe, das Teein, eine aufputschende Wirkung hat, dessen Wirkung sich aber langsamer im Körper entfaltet. Früher dachte man, dass der anregende Effekt nur dann erzielt wird, wenn man Earl Grey Tee nur zwei bis maximal drei Minuten ziehen lässt. Das hat sich allerdings als falsch herausgestellt, da die Höhe des Koffeingehalts allein durch die Teepflanze bzw. die Verarbeitungsform des Tees bestimmt wird.

Zur Earl Grey Ziehzeit

Pro Tasse sollte man einen leicht gehäuften Teelöffel Tee verwenden. Der Teefilter sollte hier in jedem Fall etwas größer ausfalten, damit der Earl Grey ausreichend Raum zum Entfalten hat. Man übergießt ihn dann mit heißem Wasser und lässt ihn im Anschluss zwei bis drei Minuten ziehen. Eine längere Ziehzeit ist nicht zu empfehlen, weil der Tee dadurch unter umständen bittern könnte, aber nicht an Aroma gewinnt.

Stressabbauende Wirkung

Bereits vor zehn Jahren wurde in einer Studie des Londoner University College nachgewiesen, dass schwarzer Tee dabei hilft, schneller Stress abbauen zu können. Die Wissenschaftler um Andrew Steptoe kamen zu dem Ergebnis, dass täglich mindestens vier Tassen Schwarztee vor den schädlichen Folgen von Alltagsstress schützen.

Welche der vielen im Tee enthaltenen Substanzen für diesen Effekt verantwortlich sind, können die Wissenschaftler allerdings noch nicht genau bestimmen. Bereits in früheren Studien wurde die positive Wirkung auf das Nervensystem von Stoffen wie Polyphenolen, Flavonoiden und speziellen Eiweißbausteinen, die im Tee vorkommen nachgewiesen. Die Forscher vermuten, dass diese Stoffe möglicherweise auch am stresslindernden Effekt des Tees beteiligt sind. Diese Wirkung hat große gesundheitliche Bedeutung, betonen die Forscher, denn Stress steht in engem Zusammenhang mit vielen chronischen Beschwerden und einem stark erhöhten Risiko für Herzinfarkte. Das Getränk senkt den Blutdruck und das Stresshormon Kortisol.

Beruhigende Wirkung auf Magen und Darm

Als Hausmittel gegen Magen-Darm-Erkrankungen ist schwarzer Tee schon lange bekannt. Zu therapeutischen Zwecken ist sollte der Tee länger als drei Minuten ziehen, damit sich möglichst viele Gerbstoffe aus den Teeblättern lösen können. Diese wirken beruhigend auf Magen und Darm. Außerdem sagt man den Bitterstoffen sowohl antibakterielle als auch leicht schmerzlindernde Wirkung nach. So gilt schwarzer Tee auch gerade bei Durchfall-Erkrankungen als wirksames Naturheilmittel.

Außerdem soll schwarzer Tee laut diverser Studien die Zähne vor Karies, die DNA vor Beschädigungen und die Prostata vor Krebs schützen.

All diese Wirkungen kann man beim Genuss der Tasse Tee im Hinterkopf haben. Dennoch sind es lediglich positive Begleiterscheinungen. Dem waren Teeliebhaber geht es wohl vielmehr um den Genuss des Earl Greys. Im Sessel, bequem am warmen Kamin.

In unserem Teeshop führen wir im Moment übrigens acht verschiedene Sorten von Earl Grey Tee.

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Bildquelle Titel: © Anna Pustynnikova / istockphot.com

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