Bitterstoffe, das klingt erstmal nicht so ansprechend. Bitterstoffe im Tee: In vielen Tees, vor allem aber in Grünem Tee sind sie enthalten und wir schätzen dessen Geschmack trotzdem. Aber können sie zusätzlich die Gesundheit postitiv beeinflussen und beim Abnehmen helfen? Wir erkunden das Potential von Bitterstoffen im Tee.

Bitterstoffe im Tee, Bitterstoffe heute

Bitterstoffe sind out. Meistens stößt bitterer Geschmack auf Ablehnung, Gesichter verziehen sich und man wählt lieber Süßes oder Salziges.  Die Nahrungsmittelindustrie hat den bitteren Geschmack aus den meisten Lebensmitteln verbannt. Das Bittere aus Endiviensalat, Chicoree und Radicchio ist weitestgehend herausgezüchtet. Nur noch selten sind wir mit bitterem Geschmack konfrontiert und kaum daran gewöhnt. Und was man nicht kennt, das mag man ja bekanntlich oft nicht. Manchmal sind Bitterstoffe aber auch unbekömmlich, wie zum Beispiel Alpha-Tomatin in unreifen Tomaten und Solanin in grünen Kartoffeln. Im Gehirn kommt dann die Meldung „Stopp, nicht weiteressen“. Höherer Beliebtheit erfreut sich allerdings Tee, der ebenfalls Bitterstoffe enthält und trotzdem von Teegenießern sehr geschätzt wird. Grüner Tee enthält im Besonderen Bitterstoffe, die oft auch als Gerbstoffe oder Tannine bekannt sind. Sie haben nicht selten eine besondere Wirkung auf den menschlichen Organismus und bieten viele Vorteile für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden.

Bitterstoffe Wirkung

Pflanzen mit Bitterstoffen für das Wohlbefinden zu nutzen, ist keine Modeerscheinung. In der indischen Ayurveda und in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) nutzt man diese schon lange, um Krankheiten zu heilen und Beschwerden zu lindern. Bitterstoffe haben ein breites Wirkugsspektrum. Man kann sie äußerlich anwenden oder man genießt Bitterstoffe als Tee. Im Wesentlichen haben sie sich bei Folgendem zur Behandlung bewährt:

  • Insektenstiche
  • Neurodermitis und Ekzeme
  • Zahnfleischentzündungen
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Übersäuerung
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Übelkeit
  • Verstopfung
  • Sodbrennen und Völlegefühl
  • Übergewicht

Das wären alles gute Gründe, um regelmäßig zu Bitterstoffen zu greifen und sich selbst und der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun. Mit Tee geht beides. Genuss und gesundheitlicher Nutzen sind hier optimal vereint.

Wie wirken Bitterstoffe?

Der wichtigste Nutzen von Bitterstoffen liegt darin, dass sie dazu in der Lage sind, die komplette Verdauung anzuregen. Sie fördern die Ausschüttung von Gallen- und Pankreassaft und wirken somit leicht abführend. Sie können zudem die Aufnahme von Vitamin B12 verbessern und die Blutbildung unterstützen. Da wir heute oft industriell verarbeitete Lebensmittel und somit zu viel Zucker, Salz und Fette zu uns nehmen, ist unser Organismus meist übersäuert. Entgegenwirken kann man dem mit basenbildenden Lebensmitteln und, kaum überraschend, mit Bitterstoffen. Ein übersäuerter Organismus verlangsamt den Stoffwechsel und kann zu zahlreichen Beschwerden führen, wie zum Beispiel:

  • Kopfschmerzen
  • Hautunreinheiten
  • Haarausfall
  • Abwehrschwäche
  • Übergewicht

Bitterstoffe helfen dabei, den Säureüberschuss auszuscheiden und wirken somit den Ursachen für die genannten Beschwerden entgegen. Da ein verlangsamter Stoffwechsel auch Übergewicht begünstig und den Traum von Bikini-Figur und Waschbrettbauch in weite Ferne rücken lässt, liegt es nah, dass Bitterstoffe das Abnehmen unterstützen können, oder?

Bitterstoffe zum Abnehmen

Dass Bitterstoffe im Tee die Basenbildung begünstigen und somit den Stoffwechsel stimulieren wissen wir jetzt. Zusätzlich führen sie aber auch zu einem schnelleren Sättigungsgefühl. Wie eingangs kurz erwähnt, ist bitterer Geschmack ursprünglich ein Warnsignal. Pflanzen machen sich dies immer noch zu Nutzen gegen Fressfeinde. Dieses Warnsignal ist in uns verankert und signalisiert uns mit dem Essen aufzuhören. Ein Sättigungsgefühl tritt ein. Natürlich sind auch Bitterstoffe kein Wundermittel. Leider können wir nicht einfach „Abwarten und Tee trinken“. Wir können aber ausgewogen essen und Sport treiben. Im Anschluss entspannen wir dann bei einer Tasse Tee und sagen zu uns selbst: „das war bitter!“

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Bitterstoffe im Tee / Gerbstoffe

Titelbild: © miwa_in_oz / istockphoto.com


Quellen

www.medizin-welt.de
www.fitforfun.de

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