Dass Grüner Tee einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben kann, ist vielen bereits geläufig. Kann Grüntee gegen Alzheimer jedoch auch etwas ausrichten oder die Therapie unterstützen? Wir haben recherchiert und die wichtigsten Fakten zum Thema gesammelt.

Therapie mit Grüntee

Altersdemenz und die Alzheimer Krankheit sind durch die zunehmend höhere Lebenserwartung auf dem Weg zur Volkskrankheit. Bisher gibt es noch keine zuverlässigen Medikamente zur Therapie, sodass die Wissenschaft nach neuen Behandlungsansätzen sucht und die Wirkstoffe des Grüntees erforscht. In Japan wird Grüntee schon seit eh und je für seine gesundheitsfördernde Wirkung geschätzt und bei der Behandlung vieler Krankheiten eingesetzt.  Seit über 5.000 Jahren wird die Camellia Sinensis, deren Blätter zu Grünem Tee verarbeitet werden, bereits in Japan als Heilpflanze genutzt. Auch in der westlichen Welt versucht man sich jetzt die Wirkstoffe dieses Tees zu Nutze zu machen. Grüntee kann zum Beispiel:

  • den Stoffwechsel verbessern
  • das Immunsystem unterstützen
  • die Verdauung anregen
  • beim Entgiften und Abnehmen helfen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen
  • den Cholesterinspiegel senken

Ein Durchbruch wäre es in jedem Fall, sollte Grüntee gegen Alzheimer helfen. Bisher kann man die Krankheit nämlich nicht heilen, sondern nur die Begleiterscheinungen lindern und den Verlauf verlangsamen. Die im Grünen Tee enthaltenen Catechine, die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe haben eine gesundheitsfördernde Wirkung, eine besonders große Rolle für die Therapie von Alzheimer könnte hier EGCG spielen.

EGCG in Grünem Tee

EGCG (Epogallocatechin-3-gallat) könnte die Gehirnfunktion verbessern. Bisher ist der Wirkmechanismus noch nicht komplett wissenschaftlich belegt, EGCG ist jedoch vielversprechend und der Wirkstoff könnte in Zukunft klinische Anwendung finden. Ein möglicher Grund für die Entstehung von Alzheimer kann eine Fehlfaltung von Proteinen sein. Diese Eiweiße verklumpen dann, lagern sich ab und sind giftig für die Nervenzellen, dies kann auch die Ursache für Parkinson und Huntington sein. Im Labor gab man zu den Proteinablagerungen EGCG und die Zellen konnten die schädigenden Eiweiße abbauen. Unter Laborbedingungen scheint Grüntee gegen Alzheimer also zu helfen. Kann man sich aber auch gesundtrinken, beziehungsweise Grünen Tee zur Prävention zur Hilfe nehmen?

Grüntee gegen Alzheimer trinken?

Studien bestätigen bereits, dass Senioren, die regelmäßig Grüntee trinken, länger geistig und körperlich fit bleiben. Grüntee steigert zudem die Hirnaktivität und bei regelmäßigem Grünteekonsum erhöht sich die Konnektivität zwischen verschiedenen Arealen des Hirns. Ob man durch das Trinken von Grüntee gegen Alzheimer etwas ausrichten kann, ist bisher leider weder bestätigt noch widerlegt. Und sollte man Alzheimer nicht durch Grüntee vorbeugen können, so kann man jedoch in jedem Fall von den bewiesenen gesundheitsfördernden Effekten profitieren.

Die Insel der Hundertjährigen

Hoffnung macht in jedem Fall ein Beispiel aus Japan, genauer gesagt von der pazifischen Insel Okinawa, auch die „Insel der Hundertjährigen“ genannt. Auf dieser Insel liegt die durchschnittliche Lebenserwartung mit über 80 Jahren höher als sonst irgendwo auf der Welt und ca. 50 der 100.000 Einwohner sind über 100 Jahre alt und erfreuen sich immer noch guter Gesundheit. Neben nährstoffreicher Nahrung wie zum Beispiel viel Fisch, Gemüse, Reis, Sojaprodukte und Algen, ist Grüntee ein ausgesprochen wichtiger Bestandteil ihrer Ernährung.

Bleibt zu hoffen, dass die Forschung weiterkommt und Grüntee gegen Alzheimer ein Durchbruch werden kann. Bis dahin genießen wir mit guten Gewissen eine Tasse Grünen Tee und freuen uns über den feinherben Geschmack und darüber, dass wir unserer Gesundheit in jedem Falle einen Gefallen tun.

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Titelbild: © miwa_in_oz / istockphoto.com


Quellen

www.gesundheit.naanoo.de

www.aerzteblatt.de

www.zentrum-der-gesundheit.de

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