Grüner Tee fördert die Gesundheit, das hört man immer wieder. Aber kann der regelmäßige Konsum von Grüntee auch das Herzinfakt- und Schlaganfallrisiko minimieren, indem Grüntee Arteriosklerose vorbeugt? Wir haben die Fakten gesammelt.

Was ist Arteriosklerose?

Arteriosklerose, umgangssprachlich auch als „Arterienverkalkung“ bekannt, ist eine krankhafte Veränderung der Arterien (Schlagadern) des Körpers. Hierbei lagern sich Fett, Bindegewebe, Blutkörperchen oder auch Kalk in den Innenwändern der Blutgefäße an. Arterien sind dazu da, das Blut vom Herzen zu den Organen zu transportieren. Ist man an Arteriosklerose erkrankt, werden die Arterien immer enger und weniger flexibel. Das erschwert dann den Transport des Blutes und es kommt zu Nährstoff- und Sauerstoffmangel im betroffenen Gewebe. Im fortgeschrittenen Stadium kann dies im schlimmsten Falle zu einem Herzinfakt oder Schlaganfall führen.

Durchblutung fördern

Forscher der Medizinischen Hochschule in Athen fanden im Blindtest heraus, dass Grüntee auch die Durchblutung verbessert. Gesunde Testpersonen tranken – ohne es zu wissen – entweder Grünen Tee, ein koffeinhaltiges Getränk oder heißes Wasser. Danach maßen die griechischen Mediziner die Ausdehnung der Oberarmarterien der freiwilligen Probanden 30, 90 und 120 Minuten nach dem Verzehr. Dabei zeigte sich, dass die Gefäße deutlich durchlässiger waren, wenn die Probanden Grüntee tranken. Am ausgeprägtesten war der Effekt 30 Minuten nachdem die Studienteilnehmer ihre Tassen geleert hatten. Eine geringere Wirkung stellten die Forscher bei den Personen fest, die heißes Wasser oder das koffeinhaltige Getränk zu sich genommen hatten. Schon bei Tests mit Schwarztee hatten Forscher bereits eine verbesserte kurz- und langfristige Durchblutung festgestellt. Mit Grünem Tee wurde diese Wirkung nun erstmals belegt.

Flavonoide in Grünem Tee

Grund für die in der Studie festgestellten positven Effekte könnten Flavonoide sein. Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, sie wirken antioxidativ und stärken die Abwehrkräfte. Arteriosklerose geht mit oxidativen Prozessen einher, weswegen die antioxidative Wirkung der Flavonoide ein besonderer Vorteil ist. Diese Stoffe sind auch in Rotwein, Schokolade und Schwarztee enthalten. Der Vorteil am Grüntee ist jedoch, dass man nicht gleichzeitig Alkohol oder Kalorien zu sich nimmt. Mit gutem Gewissen kann man die gesundheitsförderne Wirkung nutzen und eine Tasse Tee trinken. Gegenüber schwarzem Tee hat Grüntee auch die Nase vorn, denn die Flavonoide im Grünen Tee sind wirkungsvoller als im Schwarzen Tee, weil Grüntee im Verarbeitungsprozess weniger oxidiert.

Welcher Grüntee ist der richtige?

Neben dem Nutzen der Flavonoide gibt es weitere positive Effekte auf die allgemeine Gesundheit. Im Besonderen können die bekannten japanischen Sorten Gyokuro, Sencha und Bancha auftrumpfen und beispielsweise:

  • die Elastizität der Blutgefäße steigern
  • den Stoffwechsel verbessern
  • die Produktion von zu viel Angiotensins (Stoff der Bluthochdruck erzeugt) vermindern
  • zur Fließfähigkeit des Blutes beitragen
  • die Pumpfunktion des Herzens verbessern.

Bei allem gesundheitlichen Nutzen, sollte auch der Genuss nicht zu kurz kommen. Einfach mal bei einer Tasse Grüntee entspannen und den feinherben Geschmack genießen. Stress ist schließlich einer von vielen Gründen für zahlreiche Krankheiten.

Je nach Gusto entspannt der Lieblingstee immer noch am besten, viel Potential für den neuen Favorit gibt es hier im Teeshop.

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Grüner Tee gegen Arteriosklerose

Titelbild: © Iakov Kalinin / fotolia.com


Quellen

www.zentrum-der-gesundheit.de
www.carstens-stiftung.de
www.gesundheits-lexikon.com

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