© Evas Teeplantage

Räucherstäbchen, psychedelische Musik, Batikkleider und eine Tonkanne mit Stövchen — Wir befinden uns in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts und es herrscht Peace, Love and Rock`n`Roll. Nur einer war nicht glücklich, schon damals nicht, nein, ganz und gar nicht glücklich. Der Teeverkäufer, der diesen friedliebenden Menschen den guten Tee nahebrachte, musste sich immer wieder von seinen Kunden anhören, dass es doch „jetzt mal ehrlich: voll gut“ sei in der Teekanne eine Patina zu lassen.

40 Jahre und abertausende Kunden später haben es diese Teetrinker doch glatt geschafft, sogar Teeberatern diese Mär einzuhämmern. Es ist oft und ausführlich behandelt worden warum dem nicht so ist und trotzdem wollen manche lieber eine Teekanne mit einer jahrealten „Schutzschicht“. Mal vom Ästhetischen, der dadurch verursachten Haut die oben schwimmt, abgesehen ist das geschmacklich nur dann sinnvoll, wenn man genauso alte Tees verwendet. Sie denken, dass ich mal wieder einen polemischen Tag habe? Nein, überhaupt nicht, sondern nur den dritten Kunden heute, dem ich diesen Mythos aus seinem Alltag treiben muss.

Teekannen muss man reinigen! Ob man das mit Salz, Coregatabs, Backpulver, Zitrone oder mit der Spülmaschine macht, hängt hauptsächlich von der Teekanne ab. Eine Kanne aus Porzellan oder Glas kann durchaus in die Spülmaschine. Danach die Spülreste ausschwenken und fertig. Eine japanische Gusseisenkanne sollte man mit den obengenannten Tabs oder Backpulver reinigen und die Schnaube ist einfach mit einem Pfeifenreiniger zu säubern. So vermeidet man auch hier eine Patina oder einen schmierigen Film auf dem Tee. Tonkannen haben es allerdings schwer. Schon das Material an sich stellt ein Problem dar. Ton ist porös und diese Poren öffnen sich, wenn man das heiße Wasser in die Kanne gibt und schließen sich, wenn die Temperatur abnimmt. Dadurch schließen die Tonporen aber auch Teereste mit ein. Diese bilden dann sehr schnell eine Patina, die sehr schwer bis gar nicht wegzukriegen ist. Also besser Finger weg von Tonteekannen.

Für alle Kannen gilt, dass regelmäßiges Reinigen der größte Pluspunkt ist, wenn man den Tee so genießen möchte, wie er im Herkunftsland produziert und dann im Geschäft gekauft wurde.

 

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